Nurhan Soykan von Kettenhunden zerrissen

Nurhan Soykan von Kettenhunden zerrissen

Nurhan Soykan von Kettenhunden zerrissen

Nurhan Soykan von Kettenhunden zerrissen

Am 20. Juli wurde die Vertreterin des Zentralrats der Muslime (ZDM) Nurhan Soykan vom Auswärtigen Amt (AA) stolz als Beraterin für "Außenpolitik und Religion" vorgestellt. Nach nur 9 Tagen war die Berufung wieder hinfällig, das AA setzte die Funktion aus. Selbsternannte Kritiker hatten ihr zur Last gelegt, sich nicht deutlich genug von Antisemitismus und religiösen Extremismus abgegrenzt zu haben.

Kritiker wie Ahmad Mansour sowie Volker Beck, oder die Sektenanführerin Seyran Ates zusammen mit dem Liberal-Islamische-Bund (LIB), erklärten öffentlich, Soykan wäre untragbar. Mina Ahadi startete gar sofort eine Online-Petition aus dem österreichischen Exil.

Seit der Berufung als Beraterin wurden zudem krasse Vorwürfe gegen die Vertreterin der ZDM in der WELT, Tagesspiegel oder Cicero veröffentlicht. Darüber hinaus gesellten sich auch noch AfD-PolititikerInnen der Schlammschlacht, u.a. Beatrix von Storch; welch eine gesellige Runde. Partizipation bekommt dabei eine ganz andere Bedeutung, wenn man diesen Haufen insgesamt betrachtet, die mit Halbwahrheiten und Propaganda Hand in Hand vorgeht.

Als vermeintlicher Beleg wurde in den Berichten u.a. ein Interview angegeben, das Soykan 2014 mit Deutschlandfunk Kultur geführt hatte. In diesem unterstützte sie allerdings mitnichten die Al-Quds-Demo, noch äußerte sie sich irgendwie negativ zur Existenz Israels. In diesem Interview ging Soykan nicht einmal auf die Frage von Deutschlandfunk Kultur in Bezug zur Al-Quds-Demo ein, sondern äußerte sich zu Demos in Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt am Tag darauf.

Im krassen Gegensatz dazu wurden Teile des Interviews klammheimlich ausgeklammert, um den Verdachtsmoment gegen Soykan aufrechtzuerhalten. So blieb unerwähnt, das Soykan sich sehr wohl kritisch gegenüber der Al-Quds-Demo geäußert hatte. Unerwähnt blieb auch, das Soykan in interreligiösen Arbeitskreisen sich aktiv gegen Salafismus und Islamismus engagiert.

Das wirft natürlich die Frage auf, weshalb hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Soykan konnte sich nicht einmal unter Beweis stellen, um über den gehegten Verdacht erhaben zu sein. Stattdessen wurde der Verdacht über die Unschuldsvermutung gestellt.

Es gibt insgesamt mehr als 4,7 Millionen Muslime in Deutschland, die in über 2.600 Moscheevereinen in regionalen Verbänden und landesweiten Dachverbänden mehr oder weniger aktiv sind oder ihren Glauben ausüben. Wie viele Vertreter dieser großen Gemeinde sind in dieser Gesamtgesellschaft aktiv politisch, beratend oder amtlich tätig? Es tendiert gegen null!

Aber eine Handvoll Kettenhunde hat es wieder geschafft, dass eine Vertreterin eines Dachverbandes einen geradezu harmlosen, lächerlichen Beraterjob nicht bekommt. Schafft es eigentlich in diesem Jahrhundert noch irgend ein muslimischer Vertreter oder Vertreterin, in Deutschland für irgend etwas beratend tätig zu werden?

Aus der Politik werden Muslime, vor allem wenn sie Türkischstämmig sind, seit Jahren strikt herausgehalten. Man darf schnuppern, aber nicht anfassen, schon gar nicht mit Hand anlegen. Stattdessen unterzieht man diesen Teil der Gesellschaft seit Jahren konsequent einem Gesinnungstest. Wenn das nicht vom Delinquenten freiwillig erfolgt, wird danach geforscht, wird die Unterwäsche durchleuchtet. Wenn das nichts bringt, wird mit der Brechstange nachgeholfen, bis das Ergebnis passend ist, um die Gesinnungsfremde abzuschlachten.

Seit Monaten können wir auch beobachten, wie ein islamischer Verband nach dem anderen ebenfalls ins Visier gerät, und zwar quasi auf Befehl und in einem engen Zeitrahmen. Steckt da etwa System dahinter? Wurde die Person Nurhan Soykan politisch instrumentalisiert, ist dieses Schmierentheater nur ein Teil dieses perfiden Systems?

Was auch der Grund sein mag, es ist doch aberwitzig, Deutschland weiterhin als einen demokratischen und offenen, liberalen Staat zu lancieren. Hier wird mit massiver Unterstützung eines kleinen Häuflein Elends von Kettenhunden, eine ganze muslimische Gemeinschaft erst unter Generalverdacht gestellt, dann kriminalisiert und schlussendlich ihrer Stellung in der Gesellschaft und Staat beraubt, ihr Leumund in Verruf gebracht und zu Außenseitern, ja sogar zu Ausgestoßenen erklärt.

War es vor Jahren der Eid auf die Verfassungstreue, die während der Islamkonferenz von den islamischen Verbänden im Besein der Kettenhunde eingefordert wurde, ist es heute die politische Gesinnung, die man an der Person, dem Verein oder dem Verband per Definition der Kettenhunde festmacht. Morgen ist es dann wieder die verfassungstreue, die mit Kampfbegriffen wie "politischer Islam" infrage gestellt wird.

Stattdessen honoriert man hier einen Quacksalber namens Mansour mit Fördergeldern, der erst vor einigen Jahren aus Israel ins Land stieß, während eine Juristin die seit dem 3 Lebensjahr hier lebt und sozialisiert ist, hochkant hinausbefördert wird, ehe sie angekommen ist.

Man glaubt einem notorischen Islamkritiker wie Volker Beck, der u.a. bei DITIB-Veranstaltungen gerne als investigativer Politiker schnüffelte und dafür die Taqīya anwendete, eher, als einer Vertreterin, die sich bislang nichts zu Schulden kommen ließ oder sich ungebührlich verhalten hat.

Man befördert und hält an einem PKK-Sympathisanten namens Ali Ertan Toprak als Mitglied im ZDF-Fernsehrat fest, damit er weiterhin gegen Türkischstämmige im Land ätzen und Gift verspritzen kann, während man es nur 9 Tage aushält, wenn eine kluge aufgeschlossene und verantwortungsvolle Soykan von selbigen in Grund und Boden geredet wird.

Und als ob das nicht reicht, kommt der politische Islam dann voll zur Geltung, wenn der LIB sowie die Sektenanführerin Seyran Ates sich über eine andere Vertreterin einer muslimischen Gemeinschaft das Maul zerreißen.

Also, machen wir uns nichts vor. Wenn ein Toprak den völkischen Kurdentum propagiert und im Ausland kurdischen Ultranationalismus fördert, ist das keineswegs falsch, sondern entsprechend dem Zeitgeist der Bundesregierung, die im Vorgarten der Türkei eine Terrororganisation sehen will.

Wenn eine Ates während einer Preisverleihung die Gülen-Sekte in höchsten Tönen lobt, ist das im Sinne der Bundesregierung, denn mit mehr als 500 Projekten fördert das Bundesfamilienministerium mit dem Programm "Demokratie leben!" die Gülen-Sekte in Deutschland selbst aktiv.

Und ein Mansour wie Beck wurden nicht bestellt, um Israel bunter oder bekannter zu machen, sondern als virtuelle Kritikvernichter, Israel als demokratische Nabel des Nahen Ostens darzustellen; selbst Kritik an der israelischen Regierung oder am Apartheidsystem wird von diesen Burschen als Antisemitismus verklärt.

Das paradoxe daran ist, wie einige dieser Kritiker und Vereine sich mit bundesdeutschen Mitteln fördern lassen und gleichzeitig vorgeben, sich gegen den "politischen Islam" zu positionieren. Das ist ein Kunststück an sich.

Es bleibt so wie es ist; seit mehr als 60 Jahren. Den Muslimen bleibt wieder einmal nur der Hinterhof dieses Landes, aus dem diese Kettenhunde meist selbst entstammen. Aber, ich freue mich schon darauf, wie Politiker den Muslimen wie selbstverständlich zum Opferfest ein schönes "Bayram" wünschen. Das ist wie Salz auf der Wunde, ähh, Fleisch!

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