Mein Moraltagebuch

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"Neuen Osnabrücker Zeitung" Seite 3 - "Provoziert Kurden Miliz Feuer auf Christen?"

"Neuen Osnabrücker Zeitung" Seite 3 - "Provoziert Kurden Miliz Feuer auf Christen?"

2003 ordnete US-Präsident Busch einen Flächenbrand in Afghanistan und Irak an, wofür bis 2011 über eine halbe Millionen Zivilisten ihr Leben lassen mussten. Die Aufrechterhaltung der "Weltordnung" schwappte danach auch auf das Nachbarland Syrien über. Hier kamen weitere über 400.000 Zivilisten ums Leben. Inzwischen zählt man die Opfer schon gar nicht; zu viele sind es.

Aber das Intellekt im Westen regt sich seit geraumer Zeit über die in Bedrängnis geratene Meinungs- und Pressefreiheit auf. Man hat ja sonst keine anderen Probleme; es geht dem Westen offensichtlich schlichtweg gut! Aber damit offenbart es auch, wie verpeilt der moralische Kompass ist.

Die Meinungs- und Pressefreiheit im Westen ist seit 2003 auch ein so hohes und kostbares Gut, dass man sie nicht für die Verteidigung der Rechte der gesamten Zivilbevölkerung im Irak oder Syrien einsetzen will. Stattdessen wurden seither mit einer ausgeklügelten Aufmerksamkeitsökonomie ausschließlich völkische Kurden sowie Jesiden an den gutgläubigen Mann und Frau im Westen als Opfer dargebracht. An der Spitze dieser kühl kalkulierten Vorsätzlichkeit steht die Journalistin Düzen Tekkal. 

Für diese Umtriebe gibt es auch ein passendes rumänisches wie auch türkisches Sprichwort. Es heißt im rumänischen: "Das Dorf brennt, und die alte Frau kämmt sich" oder im türkischen: "Das Dorf brennt und die Hure kämmt sich die Haare." Beides läuft auf das selbe hinaus!

Düzen Tekkal @DuezenTekkalSo in etwa können wir auch die Arbeit von Tekkal und ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen in Europa bezeichnen. Irak und Syrien brennen seit Jahren, aber Tekkal sorgt sich im wesentlichen und angeblich um Jesiden, und nebenbei selbstverständlich um völkisch-kurdische Belange; mit dem Ziel einer autonomen Selbstverwaltung unter der Terrororganisation PKK bzw. deren syrischen Sprößling YPG /SDF. Das heißt konkret, das Syrien geteilt und ein unabhängiger Staat entlang der türkischen Grenze gegründet werden soll.

Düzen Tekkal übergeht daher geflissentlich, dass die Türkei selbst sehr vielen Jesiden Schutz bot; nicht nur gegenwärtig, sondern seit 1989. Tekkal übergeht daher geflissentlich die Zusammenarbeit der YPG/SDF mit dem Schlächter von Damaskus, Bashar al-Assad, nur um die Agenda weiter aufrecht erhalten zu können. Tekkal übergeht deshalb geflissentlich auch alle anderen Ethnien und religiösen Glaubensgemeinschaften, die seit mehr als zwei Jahrzehnten unter den Kriegen und Konflikten leiden und dabei mitunter in der Türkei oder in Europa Schutz gefunden haben; auch vor der völkisch-kurdischen PKK bzw. YPG/SDF.

Seit Jahren schreien sich die aramäischen, chaldäischen wie auch assyrischen Christen in der Region die Seele aus dem Leib. Erhört werden sie jedoch nicht. Nein, man meidet sie konsequent und das hat seine amoralischen Gründe.

athra kado @athra_kado · 21. JuniJust vor einigen Tagen twitterte ein irakischer Assyrer, dass die PKK im nordirakischen Bersiveh, also inmitten der türkischen Operationsgebiete, die einheimische Bevölkerung als Schutzschilde missbrauche. Solche Meldungen wurden seit den ersten türkischen Operationen in Nordsyrien wie auch im Norden des Iraks gemeldet. Aber nur wenige Details sickerten überhaupt bis in den Westen durch. Das heißt, die PKK sucht seither unter der Zivilbevölkerung Schutz, um aus diesem erzwungenen Schutz heraus auch weiterhin Terror in der Region zu verbreiten.

Als 2019 in Tell Tamer, eine Kleinstadt im syrischen Gouvernement al-Hasaka, die völkisch-kurdische Milizen der YPG die Häuser von einheimischen assyrischen Christen plünderten, regte sich bei Tekkal gar nichts. Besonders betroffen war dem Bericht der Assyria TV zufolge das Dorf Tell Jemaah.

Als Susanne Güsten in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf Seite 3 einen ausführlichen Bericht unter dem Titel "Provoziert Kurden Miliz Feuer auf Christen?" herausbrachte, war Tekkal geistig abwesend, aber Aramäer und sowie Assyrer zeigten sich über die "Intervention der Türkei in Nordsyrien" sichtlich erleichtert und drückten das auch deutlich aus.

Was sagte der Ökumenische Rat der Aramäer (Syrien) mit Sitz in den Niederlanden zu den Zuständen in ihren Heimatländern in Zusammenhang mit der PKK bzw. YPG? Die PKK / PYD / YPG-Kurden müssten den bewaffneten Kampf um Autonomie und die Idee eines Staates namens "Kurdistan" in der Heimat der Aramäer und ihrer aramäischen Sprache aufgeben! Was sagte der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) zu den Vorkommnissen noch? "Wo war der Aufschrei, als die YPG christliche Schulen schloss?“

Übrigens, während der Westen die Beine still hielt, forderte der türkische Außenminister Cavusoglu in der "New York Times", dass die Interessen der Aramäer oder Assyrer in der Region mitberücksichtigt werden sollten. Da hörte man von Tekkal immer noch nichts!

Die Aramäer behaupten ja bis heute, dass die völkisch-kurdische PYD/YPG verantwortungslos gehandelt und das Leben ihres eigenen Volkes und die der Aramäer und anderer Minderheiten gefährdet habe, weil man nur die eigene Agenda verfolge.

Deshalb werden von den einheimischen Christen in der Region türkische "Despoten" eher bevorzugt als die PKK- und YPG-"Kurden" samt ihren versprengelt operierenden jesidisch-anmutenten Milizen. Immer mehr christliche Minderheiten erheben sich gegen diese völkisch-kurdischen Vereinnahmungsversuche. Das schmekt Tekkal offenbar gar nicht!

Erst war das in Berlin ansässige Europäischen Zentrum für kurdische Studien, die über Verbrechen der PKK/YPG in Syrien oder im Irak berichtete. Diese Berichte wurden erst nicht ernst genommen. Jetzt sind es auch Vertreter einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, die auch vom Weltverband der aramäischen und assyrischen Christen unterstützt werden. Sie alle kritisieren im Grunde Düzen Tekkal für ihre Kritik an türkischen Anti-Terror-Offensiven und sprechen sich für die Mission aus. 

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