Türkisches Panzerfahrzeug und der griechische Grenzzaun

Türkisches Panzerfahrzeug und der griechische Grenzzaun

Screenshot des betroffenen Grenzzauns

Screenshot des betroffenen Grenzzauns

An der Grenze zu Griechenland sollen laut europäischen Medienberichten, türkische Sicherheitskräfte den dort ausharrenden Flüchtlingen beim Übertritt in die EU geholfen haben. Eine Videoaufnahme soll zeigen, wie ein türkisches Panzerfahrzeug versucht, den Grenzzaun einzureißen.

Dabei gibt es eine nüchterne und einfache Erklärung dafür: Das Panzerfahrzeug der türkischen Sondereinsatzkräfte wollte während einer Patrouille am Grenzzaun zu Griechenland nur ein Wendemanöver durchführen. Unbeabsichtigt fuhr das Fahrzeug dabei den Grenzzaun an, in einem rund 100m. breiten Abschnitt des Grenzzauns entstand erheblicher Sachschaden.

Da der messerscharfe NATO-Draht zerstört, der meterhohe Zaun umgefahren wurde, konnten die just zu dieser Zeit rein zufällig anwesenden Flüchtlinge die Gunst der Stunde ausnutzen und den beschädigten Grenzbereich mit Kind und Kegel überwinden.

Selbstverständlich riefen die Verursacher des Schadens sofort die Versicherung mit Sitz in Hakkari noch zu später Stunde an und hinterließen eine Sprachnachricht, damit der Schaden aufgenommen und wieder repariert werden kann. Schließlich sind die Fahrzeuge ja versichert. 

Die heraneilenden griechischen Grenzbeamten, die über den Schaden selbstverständlich erregt waren, wurden mit schlagfertigen Argumenten davon überzeugt, dass der Grenzzaun sehr bald repariert wird. Die Griechen akzeptierten das ohne Widerworte.

Es wird erwartet, dass der Schaden von einem Sachverständigen aufgenommen, der Schaden von einer türkischen Fachfirma behoben wird. Es kann sich nur um Stunden handeln, bis sich der Versicherungsgeber bei den Schadensverursachern zurückmeldet und sich dem Schadensfall annimmt. Bis dahin bittet die türkische Polizei um Geduld sowie Nachsicht und übernimmt während dieser Zeit die Überwachung des beschädigten Grenzbereiches.

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