Der Putschversuch in der Türkei

Der Putschversuch in der Türkei

Der Putschversuch in der Türkei

Der Putschversuch in der Türkei

Auch am heutigen Gedenktag erinnern wir uns daran, wie manche Angehörige der türkischen Armee sowie Netzwerke der Gülen-Bewegung in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 einen Putschversuch starteten, in dessen Folge 180 Zivilisten, 62 Polizisten und Gendarmen sowie 6 Soldaten getötet wurden.

An diesem Tag setzte das türkische Volk ein unverkennbares Zeichen, die seinesgleichen sucht. Diesmal wurde die Demokratie vorrangig nicht vom Militär als Garant der Türkei geschützt, sondern vom türkischen Volk. Mitunter können sich dann Situationen ergeben, die einem nachträglich ein gewisses Grinsen, Stolz und Ehrfurcht zugleich abverlangen.

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 versagten weder die Polizei, Nachrichtendienste, noch das Militär. Aber, sollten diese Sicherheitskräfte mal ausfallen, kann sich ein türkischer Staatspräsident immer noch auf seine sehr, sehr große Verwandtschaft verlassen.

Es ist nämlich gewährleistet, dass der Präsident, wenn schon nicht durch die Sicherheitsbehörden, dann doch durch seinen Schwager darüber informiert wird, dass derzeit einige Kampfjets über der Hauptstadt donnern und Bomben auf das Parlament und Präsidentenpalast abwerfen.

Der Präsident kann auch sicher sein, dass das Volk den Kampf aufnimmt und auf den Straßen stark bewaffnete gepanzerte 50-Tonner mit einer Rennpappe namens Anadol jagen sowie versuchen in den Straßengraben zu drängen.

Sollte der Versuch fehlschlagen, einen M-60 von der Straße abzudrängen oder zur Notbremsung zu zwingen, sind die Türken nicht verlegen, der Panzerbesatzung einen Besuch abzustatten und dazu auf den Panzer aufzuspringen, in den Sehschlitz des Fahrers zu blicken und mit ernster Miene ihn dazu zu bewegen, den Panzer zu stoppen: "Lan, willst du Ärger?"

Bleibt auch das fruchtlos, knackt man die Ausstiegsluke und zerrt die Mannschaft aus dem Panzer heraus und gibt jedem einzelnen noch eine osmanische Klatsche, damit diese erkennungsdienstlich registriert sind.

Für Türken ist alles was bewegt werden kann, eine Herausforderung, derer man sich annimmt. Also setzt sich einer der nicht ganz unterbelichtet ist, ans Steuer des Panzers und versucht ohne Studienabschluss und Bedienungsanleitung, den Panzer in Bewegung zu setzen. Meist hat man den Dreh dann innerhalb weniger Minuten raus und der Panzer bewegt sich. Klar, dass das dann der eigenen Sippe vorgestellt werden muss. Also fährt man erst einmal eine Runde durch das eigene Viertel und nimmt noch weitere Fahrgäste auf.

Währenddessen pfeifen auf den Häusern und Brücken andere Türken die Piloten von Kampfhubschraubern und Kampfjets aus, die sich erdreistet haben, ihre schmucken Viertel zu überfliegen und den nächtlichen Abend zu versauen. Dabei rufen sie mitunter auch: "Steig aus Lan wenn Du ein Mann bist." Hilft das nicht, merkt man sich das Gesicht des Piloten und schreit diesem hinterher: "Dein Gesicht merke ich mir du Hur......., ich werde dich finden und dann Gnade dir Gott, vallahi."

Haben sich Kampfpanzer und Schützenpanzer bereits in Stellung begeben und richten ihre Mündungen auf die Bevölkerung, sind die Türken nicht verlegen, darauf zu reagieren: "Sag mal..., weißt Du überhaupt, wen Du vor dir hast?"

Wenn diese deutliche Ansage nicht fruchtet, marschieren Türken bestimmt und unter "Allah ist groß" rufen auf die schwerbewaffnete Stellung zu. Hat man schlussendlich die Stellung eingenommen und einen Putschisten-Offizier in die Finger bekommen, sagt man diesem, dass er sich mit den falschen angelegt hat: "Lan, du hast dich mit dem falschen angelegt!"

Es gibt aber noch einen besonderen Schlag von Türken, die ihrer Verantwortung besonders gerecht sein wollen und dabei auch alle Regeln der Natur außer Kraft setzen. Diese versuchen u.a. vom höchsten Punkt aus auf einem vorbeifliegenden Kampfjet zu springen, um diesen unter die eigene Kontrolle zu bringen.

Und diesen Schlag von Türken wollte man unterjochen? Wie in drei Teufels Namen kann man auf so eine Schnapsidee kommen?

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