Barış Çakan - Populismus auf dem Rücken von Opfern

Barış Çakan - Populismus auf dem Rücken von Opfern

Barış Çakan - Populismus auf dem Rücken von Opfern

Barış Çakan - Populismus auf dem Rücken von Opfern

Barış Çakan - Populismus auf dem Rücken von Opfern
Serdar Akin - GRÜNE AUGSBURG
Martin Glasenapp
Berivan Aymaz - Grüne Landtagsfraktion NRW
 Cesur Milusoy - freier Journalist

Barış Çakan, ein 20-jähriger türkischer Staatsbürger mit kurdischer Abstammung aus der Region Ağrı, wird ein weiteres Opfer von Populisten und Demagogen.

Populismus und Demagogie soll das Volk aufwiegeln, das Volk zu Reaktionen und Gewalt verführen; dass ist Sinn und Zweck. Völkisch-kurdische Aktivisten in der Türkei wie in Deutschland, beherrschen beides, obwohl ihre Bemühungen gegenwärtig nur noch eine Halbwertszeit von wenigen Stunden haben. Das hindert Sie aber nicht daran, ihren Mutmaßungen und falschen Behauptungen trotz gegenteiliger Hinweise weiterhin nachzugehen.

Barış Çakan wurde am Samstagabend laut Populisten und Demagogen von "faschistischen" Türken in der türkischen Hauptstadt Ankara ermordet, weil er im Balkon kurdische Musik gehört haben soll. Der erste Bericht stammt von der PKK-nahen Mesopotamischen "Nachrichtenagentur". Der Bericht wurde daraufhin in sozialen Medien zigfach geteilt, mitunter auch ungeprüft von linksgerichteten Nachrichtenportalen.

Am Sonntagmorgen meldete sich der türkische Berater des Innenministeriums und erklärte, der Hintergrund und der Ablauf der brutalen Tat werde in sozialen Medien mutwillig und politisch instrumentalisiert. Der Mord an Barış Çakan habe keine Verbindung zu seiner Abstammung oder Herkunft, man müsse die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten.

Am frühen Montagmorgen berichteten dann die oppositionellen linksgerichteten Tageszeitungen "Cumhuriyet" wie auch die "Evrensel" über die Tat. Der Gouverneur von Ankara habe eine Mitteilung herausgegeben, wonach Barış Çakan während des abendlichen Gebetsrufs Personen auf der Straße aufgefordert habe, die laute türkische Musik leiser zu stimmen. Daraus habe sich ein Streit entwickelt, eine Personen habe dann mit einem Messer zugestochen.

Halten wir also hier kurz fest: Der "Kurde" Barış Çakan fordert junge Personen auf, die laute türkische Musik während des islamischen Gebetsrufs leiser zu stellen. Es entbrennt ein Streit, weshalb und wieso man die Musik leiser stellen solle, und Barış Çakan stirbt an den Folgen von Messerstichen, die einer der Personen dem Opfer zufügt.

Der Mord hatte entgegen der Behauptung völkisch-kurdischer Aktivisten also keinen einzigen Bezug zu "kurdischer" Musik oder "kurdischen" Abstammung, sondern zu einem Gebetsruf und lauter türkischer Musik, wovon sich Barış gestört bzw. in seinen Gefühlen verletzt fühlte. Das Opfer forderte die Täter also auf, die türkische Musik während des Gebetsrufs leiser zu stellen, womit also andererseits seine Religiosität bzw. Achtung vor religiösen Riten zum Vorschein tritt, andererseits die Frage aufwirft, welche Haltung der Mörder und die Tatbeteiligten in Zusammenhang mit dem Gebetsruf vertraten.

Waren die Täter etwa fanatische "Säkulare", ja sogar "Atheisten", die sich vor Wochen über die von den Minaretten in Izmir ausgestrahlte "Bella Ciao" lustig machten? Nein, soweit müssen wir nicht spinnen, aber es ist doch interessant, wie eben diese Populisten und Demagogen Sachverhalte verdreht wiedergeben und bei Widerspruch sogar linksgerichtete Medienberichte in den Wind schlagen. Was berichteten diese weiter?

Der Cousin des Opfers, Doğan Çakan, teilt gegenüber der linksgerichteten Tageszeitung "Evrensel" mit, die Tat habe keinen Bezug zur kurdischen Abstammung, ein Freund der beim Streit zugegen war, erklärt sich ausführlich in einem Video und bestätigte dies. Der Vater Nihat Çakan erklärte während der Beisetzung des Sohnes in einer Videomitteilung, Barış Çakan sei mit einem Freund auf die Straße gegangen, er habe lediglich während des Gebetsrufs, die aus dem Minarett erklungen sei, die jungen Leute auf die laute Musik hingewiesen; wohingegen die Populisten sowie Demagogen aber genau das Gegenteil betonen und wider besseren Wissens weiterhin unterstreichen, um einen rassistischen Kontext abzuleiten und diesen mit George Floyd aus Minnesota in Verbindung zu bringen, ja sogar Stunden nach den aufklärenden Berichten oppositioneller Nachrichtenportale.

Video file

Populisten und Demagogen wie Berivan Aymaz, Düzen Tekkal, Leyla Imret, Martin Glasenapp, Dersim Dağdeviren, Lady Bitch Ray, Mehmet Tanriverdi, Türker Ertuna, Deniz Ergün, Ronya Othmann, Kemal Bozay, Sibel Schick, Serdar Akin und viele anderen, beherrschen die sozialen Medien mit dieser Fakenews. Ich betone ihre Namen, um zu erfahren, welche Absicht sie verfolgen! Etwa politisches Kapital daraus schlagen?

Video file

Barış Çakan´s Tod wird instrumentalisiert und politisch aufgeladen. Was kann es noch schlimmeres geben, als einen Mord politisch zu missbrauchen? Hört endliuch auf, jeden Mord politisch zu instrumentalisieren, wie die HDP in der Türkei oder die AfD in Deutschland, die im Netz jeden Übergriff an einem Deutschen, auf Ausländer ummünzen, um ihre völkischen Ansichten populistisch und mit Demagogie durchzusetzen. 

Das Opfer hieß "Barış", so wie Frieden. Aber manche scheinen darunter Spaltung und Hass zu verstehen. Barış wurde ermordet, ein Leben zunichte gemacht, aber manche scheinen sich als Leichenfledderer zu verausgaben. In was für einer Welt leben wir denn eigentlich, in der um ein Opfer gebuhlt, auf seinem Rücken Politik betrieben wird?

 

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