Alexandroupolis Leichenhalle überfüllt

Alexandroupolis Leichenhalle überfüllt

Türkisch-Griechischer Grenzübergang am Evros / Meric

Türkisch-Griechischer Grenzübergang am Evros / Meric

Von Flüchtlingen, die über den Evros nach Griechenland gelangen wollen, landen manche unverhofft im Universitätskrankenhaus der Hafenstadt Alexandroupolis; tot wohlgemerkt. Die Leichenhalle des Uni-Krankenhauses ist voll, 19 weitere Leichen wurden aus dem Grenzgebiet bislang eingeliefert.

Oft sind diese Flüchtlinge ertrunken oder aufgrund der Unterkühlung an den Ufern des Evros, dem Grenzfluss zwischen Griechenland und Türkei, gestrandet.

Erschwerend kommt nun hinzu, dass laut griechischen Medienberichten Bulgarien am Montag auf Ersuchen der griechischen Regierung, am Ivailograc-Staudamm die Schleusen am Oberlauf des Evros (türkisch Meric) geöffnet hat, damit der steigende Wasserpegel das Durchqueren oder Durchschwimmen des Evros erschweren soll.

Griechenland ergreift wohl als neuer Türsteher Europas alle erforderlichen Maßnahmen, um seine Entschlossenheit zu demonstrieren und die Grenzen Europas zu schützen.

Als ob das nicht schon haarsträubend ist, haben Recherchen von "Investigate Europe" ergeben, dass Griechenland die anderen EU-Mitglieder schon vor sechs Monaten bat, unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus den hoffnungslos überfüllten Flüchtlingslagern aufzunehmen; erfolglos.

Stattdessen schickt Österreich nun 13 Cobra-Beamte, eine Drohne, ein Panzerfahrzeug und eine Million Euro im Gepäck mit nach Griechenland.

Das ist ein Offenbarungseid über die europäischen Werte!

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